13. Heimkinotour

4kuji

Nach über einer Stunde Fahrzeit waren wir bei unserer letzten Station angekommen und wurden direkt von Chris herzlich in Empfang genommen. Nach ein wenig Arme und Beine strecken, verriet schon der Eingangsbereich, sowie der großzügige freie Treppenaufgang, dass es sich hier um eine ehemalige Schreinerei und kein gewöhnliches Wohngebäude handelt. So gab es zu der einen Seite die Wohneinheit und zur anderen eine ehemalige Werkstatt, in dessen Obergeschoss sich das Heimkino befindet.

Der Vorraum ist noch recht einfach zu beschreiben, da er noch in der Bauphase ist. Zur linken Seite ist die noch unverkleidete, akustisch nicht wirklich relevante Trennwand zum Kino und gegenüber die mit reichlich Thermohanf bestückte Rückwand, welche als Bassfalle für das Kino dient. Gleich neben der Eingangstüre befindet sich die Filmesammlung, sowie eine breite Treppe mittig im Raum zu deren Besonderheit ich später zurückkomme. Dahinter wurde ein Tisch mit reichlich Häppchen und Snacks samt Getränken für uns vorbereitet. Von Sandwich über Salate, Kuchen, Schoki und Chips war einfach alles dabei was man zur Stärkung zwischendurch braucht. Dem ein oder anderen trainierten HDRGB Auge ist das natürlich als erstes aufgefallen und war im Laufe der Zeit immer wieder eine beliebte Anlaufstelle. 😊

Voller Spannung ging es nun zu dem, was man vom Vorraum aus schon ansatzweise sehen konnte. Drei Stufen trennten uns noch vom letzten Kino dieser Tour. Der Zugang war diesmal mittig von der Rückseite aus mit direkter Sicht zur Leinwand. Also hoch die Stufen, links und rechts an zwei Sofas vorbei und da standen wir, mitten im Kino, in erhöhter Position. Vor uns der freie Blick zur Leinwand und eine Ebene tiefer ein bequemer Drei-Sitzer mit Referenzplatz. Rundum, egal wo hin man schaut, reichlich Platz - umringt von gigantischen Decken und Seiten Absorbern. Was für ein genialer Raum. Die Raumhöhe startet vorne bei der Leinwand nochmals eine Etage tiefer bei ca. 3m und endet rückseitig bei 4,75m!

Die eigentlich doch recht große 3,5m Leinwand von XY wirkt in diesem breiten Raum trotz einem Sitzabstandsverhältnis von 1:1 schon fast etwas klein. Für eine bessere Stereo Performance sollten die Main Speaker bewusst seitlich neben der Leinwand positioniert werden, um akustische Einflüsse zu vermeiden. Das ist letztendlich auch der begrenzende Faktor für die Leinwand. Auch hier kommt wieder ein Epson TW9400 für das gute Bild zum Einsatz. Chris ist übrigens ein eingefleischter DIY´ler, der alles selber macht, so sorgt für den Ton ein selbstgebautes 7.1.4 Lautsprecher Setup in vollaktiv Ausführung mit 28 Kanälen. In seinem Technik -/Bastelraum, welcher nochmals ein Stockwerk höher über die besagte Treppe im Vorraum zu erreichen war, lagerten zahlreiche Prototypengehäuse, Endstufen, Lautsprecher, Holz usw. wirklich imposant!
Bis auf die Emotiva Vorstufe war mir die restliche Technik wie z.B. die Dynacord Endstufen und DSP´s aus dem Profi Bereich unbekannt. Wichtig war 4kuji, damit alle seine Komponenten qualitativ hochwertig und in großer Anzahl am Gebrauchtmarkt verfügbar sind. So landete er bei der Chassis Auswahl überwiegend bei Visaton, wo Preis/ Leistung stimmig ist und man mit etwas Geduld immer wieder einen Schnapper landet. Nur so könne er die Gesamtkosten im Zaun halten.
Lustigerweise stellte Thorsten fest, dass ein Teil seiner alten Hochtöner in 4kuji´s Heimkino ihre Arbeit verrichten.

2. Teil des Berichts Bildes des Kinos

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