15. Heimkinotour
Squeezeman's Heimkino im Spessart
Auch optisch hatte der Raum einiges zu bieten: Der hintere Deckenbereich sowie die Wände waren mit Skyline-Diffusoren gestaltet, kombiniert mit kirschholzfarbenen Paneelen und Diffusoren – eine Mischung, die dem Kino eine warme und gleichzeitig hochwertige Atmosphäre verlieh. Endlich auf den Sitzen angekommen, begann die Vorführung. :poppy: Marius ließ es sich nicht nehmen, uns die Stärken seines Projektors ausführlich zu demonstrieren. Mit ausgewählten Szenen aus Valerian und Doctor Strange zeigte er e indrucksvoll, wie hell und kontrastreich das Bild ist. Mit gemessenen 48 fc war dies – zumindest nach unserer Erinnerung – das hellste Bild, das wir bisher auf unseren Touren gemessen haben.Durch die enorme Schärfe und die auf Maximum eingestellte FI wirkte das Bild zunächst etwas „digital“, was natürlich Geschmackssache ist. Nachdem wir die FI etwas reduziert hatten, wurde das Bild für unser Empfinden deutlich angenehmer.
Beim Schwarzwert kommt der Valerion zwar nicht ganz an einen JVC heran, was jedoch nur in sehr dunklen Szenen geringfügig auffiel. Und man darf nicht vergessen: Wir sprechen hier von einem 2200€ Projektor – und in puncto Preis-Leistung ist er aktuell wohl kaum zu schlagen. Nach unserem „Standardprogramm“, das wir in jedem Kino durchlaufen, entwickelte sich schnell eine spannende Diskussion über den Sinn und Unsinn der Front Wides. Marius demonstrierte uns anhand einer Szene aus „Furiosa“ den Unterschied – einmal mit und einmal ohne Wides. Der Effekt war deutlich hörbar: Ohne Wides fehlte im Übergang zwischen Front und Side Surrounds etwas.
Meiner Meinung nach sorgen die Wides für ein deutlich harmonischeres und geschlosseneres Klangbild. Lediglich bei Musik können sie manchmal etwas störend wirken – hier würde ich sie persönlich deaktiviere n (was ich auch schon im Bericht über Normans Kino letztes Jahr erwähnt habe, der auch die Front Wides mit der selben Dekodierung betrieben hat). Besonders spannend war auch Marius Ansatz, in der Front fünf identische Lautsprecher einzusetzen, um „akustische Lücken“ zwischen Center und Fronts zu vermeiden. Das ergibt eine 11.1.4-Konfiguration, die man nicht alle Tage sieht. Allerdings waren diese Lautsprecher zum Zeitpunkt unseres Besuchs noch nicht perfekt angebunden und blieben daher während der Vorführung stumm. Im Anschluss sahen wir noch zahlreiche weitere Szenen – unter anderem aus Greatest Showman, Dune 2 und Codename U.N.C.L.E. Die neun Visaton Belle CR in Kombination mit acht Dayton RSS 390 Subwoofern (als DBA) machten dabei eindrucksvoll klar, wozu dieses Kino fähig ist: enorme Lautstärke, ein gewaltiges Bassfundament – und das alles bei gleichzeitig kontrolliertem, präzisem und angenehm unangestrengtem Klang. Wenn es sein musste, konnte das System aber auch sehr fein und musikalisch spielen.
Ein besonderes Highlight war eine Szene aus True Legend, die laut Marius als neue Referenz für Kickbass dienen sollte. Und was soll ich sagen – das tat sie auch: extrem druckvoll, voll „in die Brust“, aber dabei perfekt kontrolliert und auf den Punkt.
Kurz nach halb sechs ging es dann wieder nach oben, wo Marius bereits eine reichhaltige und liebevoll vorbereitete Brotzeit für uns aufgebaut hatte – mit verschiedenen Wurst- und Käsesorten, leckeren Aufstrichen und frischem Brot. Ein perfekter Abschluss für diesen Besuch. Da wir noch etwa drei Stunden Heimfahrt vor uns hatten, wollten wir gegen 18 Uhr aufbrechen. Somit blieben uns leider nur etwas mehr als drei Stunden vor Ort – aber jede einzelne Minute davon hat sich absolut gelohnt.Und auch ein herzliches Dankeschön an all unsere Gastgeber dieser Tour – für die unglaubliche Gastfreundschaft und die fantastische Verpflegung.
Es war wieder einmal eine perfekt organisierte „Überraschungstour“ von unserem Präsidenten aka Last Action Hero – besser hätte man es kaum planen können.1. Teil des Berichts Bildes des Kinos Zurück zur Übersicht
